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Der Wollschwein-Hof-Bode ist ab dem 20.7.2014 ein anerkannter Arche-Hof der G-E-H.                                                                                 Der Name Wollschwein-Hof-Bode bleibt bei jimdo bestehen.

 

Sie erreichen unsere neue Web Seite unter:   www.Arche-Hof-Schwanewede.jimdo.com

 

Wir sind jetzt der erste Arche Hof von der Elbe bis an die Weser und von Hannover bis an die Nordsee!

 

 

Der Arche-Hof-Schwanewede hat die Nummer 83 und wird nun bei der G-E-H geführt.

 

Unser Hof besitzt seit :

11/2011       Wollschweine schwalbenbauch

                                                                                               

 

07/2016        Moorschnucken   (hornlose Heidschnucke)                                                                                                                    

 

26.10.2013  Lippegänse

09.11.2013  Leinegänse

05/2014       Sulmtaler Hühner

11/2015        Emdener Gänse

10/2016        Vorwerk Hühner

10/2016        Helle Großsilber Kaninchen

 

Alle hier genannten Vereine schützen alte Nutztierrassen vor dem Aussterben.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Deutschland gibt es Wollschweine, die gekreuzt werden mit anderen Schweinrassen.

Wir legen sehr viel Wert auf einer reinrassigkeit der Wollschweine (schwalbenbauch Zucht )!!!

 

 

Karsten und Tanja Bode züchten bedrohte Haustierarten / Zertifikat als Arche-Hof - 04.07.2014

Im Reich der Wollschweine

Von Alexander Bösch

Arche-Hof, Schwanewede
Wilde Tolle: Wollschwein Borsti und seine 27 tierischen Artgenossen fühlen sich auf dem Schwaneweder Hof von Karsten und Tanja Bode sichtlich wohl.

„Borsti“ hat ein Faible für Brot. Mit beherztem Zuschnappen sichert sich das stattliche Wollschwein den Laib, den ihm Wolfgang Schüssler von der GEH anbietet und verschlingt gemütlich grunzend seine Beute. GEH – das ist die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Auf dem Hof von Karsten und Tanja Bode darf der GEH-Regionalgruppenchef für den Bereich Weser-Ems Nord am 20. Juli eine besondere Ehrung vornehmen. Der Hof am Hamfährer Weg erhält dann das seltene Zertifikat eines Arche-Hofes und ist damit der einzige im gesamten Weser-Ems Gebiet, wie Wolfgang Schüssler betont. Nur knapp 100 Archehöfe gibt es bundesweit.

Insgesamt 28 Wollschweine – darunter die sogenannten schwalbenbäuchigen, blonden und roten Exemplare – tummeln sich auf dem großen Areal in Stallbuchten und Freigehegen. Hinzu kommen die hauptsächlich in den namensgebenden Regionen gezüchteten Leine- und Lippegänse, genügsame Rouenenten aus Frankreich und die aus Österreich stammenden Sulmtaler Hühner. „Vorher hatten wir hochgezüchtete Flugenten und Gänse, da sind viele Küken gestorben, weil sie nicht witterungsresistent sind“, so der 37-jährige Karsten Bode. Das Kriterium, mindestens drei vom Aussterben bedrohte Haustierrassen artgerecht zu züchten, um ein Zertifikat für einen Archehof zu bekommen, haben die Bodes damit mehr als erfüllt.

Arche-Hof, Schwanewede
Auf dem Hof der Bodes werden die Wollschweine in Schweinebuchten gehalten, zum teil aber auch im Freigehege. Das gefällt auch den lustig herumtollenden Ferkeln.ABÖ

Haustierrassen gelten als wichtiges Kulturgut. Über Jahrhunderte hinweg wurden Rassen gezüchtet, die den regionalen Gegebenheiten angepasst waren. Doch in der heutigen Zeit der Hochleistungsbetriebe zählen oft nur dicke Schinken und üppige Keulen. Das stark fetthaltige Fleisch der Wollschweine und die Tatsache, dass Hausschweine zwei Rippen mehr haben und somit deutlich mehr Fleisch ergeben, führte zu einem drastischen Rückgang der aus Ungarn stammenden Wollschweine, die auch als Speckschwein oder Mangalitza bekannt waren.

Seit Ende 2011 ist das fröhliche Grunzen auf dem Hof der Bodes zu hören. Dabei betreibt der ehemalige Kraftfahrer die Zucht bislang nur als Hobby. Lange Jahre führte der Großvater seiner Frau Tanja auf dem Hof eine Pferdepension. „Wir haben die Pferdehaltung dann aufgegeben und mit zwei Hausschweinen angefangen“, erzählt Karsten Bode, der hauptberuflich als landwirtschaftlicher Helfer in einem Milchbetrieb arbeitet.

Arche-Hof, Schwanewede
Das ausgewachsene Wollschein Borsti verschlingt mit Vorliebe einen ganzen Laib Brot. Wolfgang Schüssler von der GEH hat sich mit dem vorwitzigen Eber schnell angefreundet.ABÖ

Ein TV-Bericht brachte ihn auf die Idee, es mit den genügsamen und sozialverträglichen Wollschweinen zu versuchen. „In Großviehhaltungen muss man die Sau ja von den Ferkeln trennen, weil sie ihre Kinder sonst totbeißen würde. Bei Wollschweinen ist das nicht nötig, auch die Schwänze müssen nicht kupiert werden“, erklärt der aus Peine stammende Hobbyzüchter, der seit 2002 mit Frau Tanja auf dem Hof lebt. Nach dem Umbau startete er Ende 2011 mit einer schwalbenbäuchigen Sau und einem Eber. Der Betrieb wurde vergrößert, inzwischen tummeln sich 28 Tiere auf dem Hof.

Während die Zuchttiere aus seuchentechnischen Gründen bei gesetzlich vorgeschriebenen 50 Lux Beleuchtung in ihren Stallbuchten bleiben, grasen die Schlachttiere auch draußen. Auf einem kleinen eingezäunten Gehege schnuppern drei kleine Ferkel neugierig an Gras und Pusteblumen. Bald dürfen sie zu ihren Artverwandten auf ein 1500 Quadratmeter großes Außengehege. „Die tollen herum wie kleine Hunde oder planschen bei Hitze in ihrem Trinkbecken. Manchmal folgen sie mir auf Schritt und Tritt“, freut sich Tanja Bode. Manch ein Eber lege sich wie eine Katze zur Seite, wenn man ihn krault.

Wertvolle Omega-3-Fettsäuren

Dafür, dass die putzigen Tiere bis auf die Zuchttiere und ausgewählte „Patenschweine“ irgendwann geschlachtet werden, hätten aber auch die zahlreichen Kinder aus Schulen und Kindergärten Verständnis, die oft einen Tag bei den Bodes verbringen. Auch wenn es weitaus länger bis zur Schlachtreife dauert als beim herkömmlichen Hausschwein: Das aromatische, fettreiche Fleisch der Wollschweine enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, der Speck gilt bei allem Diätwahn als Spezialität. „Da gibt es gerade einen richtigen Boom in den Kochsendungen“, sagt Wolfgang Schüssler, der bei Bad Bederkesa seltene Alpina-Schafe züchtet. Die Schlachtung überlassen Bodes einem regionalen Metzger. 24 bis 30 Tonnen Kartoffeln und zwölf Tonnen Schrot verfüttert Karsten Bode jährlich, dazu kommt Gras, Gemüse und Brot.

Die robusten Tiere sind gefragt: Ein Theater in Bremerhaven wollte ein Wollschwein als Bühnengag mieten. Förster und Bauern hätten gerne eine Gruppe „geleast“, um energiesparend Land umzupflügen oder den Wald vom Wildwuchs zu befreien. „Das haben wir abgelehnt“, sagt Bode. Eine Kreuzung der Tiere mit Haus- oder gar Wildschweinen kommt für ihn nicht infrage. Der Bestand soll erhalten bleiben, somit beispielsweise kein rotes mit einem blonden Wollschwein gekreuzt werden. Am Sonnabend wird erst mal ein blonder Eber angeschafft: „Eine blonde Sau haben wir schon“, sagt der Privatzüchter, der sich durchaus irgendwann vorstellen kann, ein Gewerbe anzumelden.

Arche-Hof-Schwanewede zeigt gerne seine Tiere auf Veranstaltungen :-)

so werden unsere Ferkel versorgt